Der Bach (diesmal richtig)

Ich hatte ja versucht mein Gewässer mit den Noch Wassereffekten zu erstellen. Das ist aber gründlich in die Hose gegangen! Warum? Ganz einfach, weil die Wassereffekte für was ganz anderes gedacht sind, nämlich zum „auf-hübschen“ der Wasseroberfläche, bzw. um Stromschnellen so richtig Wirkung zu verpassen.

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Es blieb mir also nichts anderes übrig, als diese klare, gummiartige Masse wieder herauszureißen.

Dabei ist natürlich mein Bachbett drauf gegangen, aber was soll’s, V2 ist eh immer besser als V1.

Das Zwischenergebnis war schon traurig, aber ein wenig Uniflott und etwas Farbe haben alles wieder gerichtet.

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Ich finde das neue Bachbett schaut um längen besser aus, als das alte. Das Colorieren habe ich diesmal meiner Tochter überlassen, wie immer mit stark verdünnter Akrylfarbe. Schwarz, oker und etwas dunkelgrün haben dem Bach wieder zu einem felsigen Untergrund verholfen.

Nun war es an der Zeit die Kinder in’s Bett zu schicken, das was jetzt kam, war im wahrsten Sinne des Wortes zu heiß!. Ich habe mir in drei Marmeladengläsern Waterdrops geschmolzen. Genaugenommen habe ich, einen Beutel der klaren erstmal nach Anleitung verflüssigt und dann auf die anderen beiden Gläser verteilt. Das Eine habe ich etwas stärker blau gefärbt, das andere nur mit einem Hauch von Blau versehen. Für alle die damit auch experimentieren wollen, das Färben braucht Geduld und vor allem benötigt man viel weniger Farbanteile als man sich denken würde. Also Vorsicht, einmal drin ist der Käse gegessen!

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Der See oben am Berg, hier sollte eigentlich noch ein Wasserfall hinein fließen, aber das habe ich mir für den Moment erspart.

Das Blau trifft meine Vorstellung von einem eiskalten Bergsee ganz gut, damit war ich also schon mal zufrieden.

Der zweite Teil wurde weitaus schwieriger. Die geschmolzenen Water Drops sind flüssig, und Flüssigkeit neigt nur mal dazu nach unten zu fließen. Tja und an Gefälle fehlt es meinem Bergbach nicht wirklich.

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Dank dem Tipp eines netten Herrn beim Hersteller habe ich etwas gewartet, so dass die Masse zäh wie Honig geworden ist. So konnte ich sie jetzt  „einbauen“.  Damit es aber richtig aussieht wird die eingefüllte Maße mit dem Heißluftföhn gleich wieder erwärmt, so daß sie sich auch in die Ritzen begibt. Mein Hochleistungsföhn, hat mir dabei aber das nächst Problem geschaffen. Das unter der Spachtelmasse liegende Styrodur hat recht schnell Rauchzeichen von sich gegeben, es galt also die zu bearbeitende Stelle häufig zu wechseln, um nicht all zu heiß zu werden.
Verarbeitungszeit für den ganzen Bach: 3-5 Minuten, danach war der Spaß vorbei.

So und nun sind wieder die Wassereffekte am Zug,  aber dazu später mehr…..