Die Chroniken meines ersten 3D Druckers

Der Plan

Nachdem vieles von dem was wir hier bauen wollten, wegen „nicht realisierbar“ stecken geblieben ist, habe ich schon länger mit einem 3D Drucker geliebäugelt. Das ganze war mir aber noch viel zu „verbastelt“. Hat man die Foren durchstöbert, so war die Commuitiy noch sehr „religiös“, oder anders gesagt, es kann nur einen richtigen Weg zum Ziel geben.

Damit habe ich es nicht so, also hab ich gewartet. Nun schien der Zeitpunkt reif, die ersten RTP Geräte kamen auf den Markt. RTP = Reddy to Print. Naja, Microsoft hat auch mal mit Plug and Pray angefangen, etwa da stehen wir mit den Druckern.

RDP bedeutet, du muss nur noch den Druckkopf selbst anbauen, lösbar aber Feinmechanik. Im Vergleich zu Microsoft von 20 Jahren sind wir bei den 3D Drucken auch grad in der Phase „Reddy to Pray“, warum genau, folgt später.

Die Wahl

Nach langem hin und her, habe ich mich für den FlashForge Dreamer entschieden. Der ähnlich gebaute Da Vinci 2.0A ist letztendlich wegen dem gechipten Filament (kann nur Originale von XYZ verwenden) durchgefallen. Auf jeden Fall sollte es ein Dual Extruder sein. Nach 3 Tagen 3D Druck wäre mir das nicht mehr ganz so wichtig, aber dazu komme ich auch noch.

Das notwendige Wissen

Ich habe mich 2 x 16 Stunden belesen und war dann der Meinung ausreichend gewappnet und vorbereitet zu sein. Modell gewählt, Filamente verschiedener Bauart bestellt, es konnte also los gehen.

Vorne weg, das Haftungsproblem ist bei den Druckern mit den Heizplatten aus meiner Sicht gelöst. Ich habe mehr Probleme damit, die Teile wieder von der Platte abzulösen.

Materialwahl

PLA
Brutal hart, wird wie Glas. Nachbearbeitung wie Gewinde schneiden steht noch aus, kann aber durchaus schwierig werden.
ABS
Robuster, müsste zur Nachbearbeitung gehen.
PVA
Wasserlöslich, für Stützstrukturen. Deswegen wollte ich den zweiten Extruder. Ist erstmal gründlich in die Hose gegangen. Statt abwaschbare Stützstrukturen, hatte ich eine weiss-orangenen Klumpen, den ich einfach in den Müll geworfen habe.

Was anderes habe ich noch nicht getestet. HIPS steht noch auf der Liste, das sollte ich für den Finish auf der Drehbank/Fräsmaschine nachbearbeiten können.

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